Dieselpreise streuen in der EU: Nordische Länder und Benelux-Tankstellen führen bei den Kosten
Woche vom 31. August: Diesel kostet zwischen 166,936 EUR/l in Polen und 233,358 EUR/l in Finnland. Die Tankstrategie zählt auf jeder Route.
Die Dieselpreise dieser Woche variieren um 66,422 EUR/l innerhalb der EU – von 166,936 EUR/l in Polen bis 233,358 EUR/l in Finnland. Für Disponenten, die grenzüberschreitende Ladungen planen, entscheidet die Wahl des Tankstopps nun über die Marge bei knapp kalkulierten Aufträgen.
Polen bleibt mit 166,936 EUR/l der günstigste Kraftstoffmarkt der Region, gefolgt von Schweden mit 173,033 EUR/l. Bulgarien und Ungarn liegen unter 186 EUR/l, während Luxemburg, Spanien und Kroatien sich zwischen 186 und 199 EUR/l gruppieren. Diese Preisstufe deckt die meisten Südrouten durch Mitteleuropa ab.
Österreich markiert mit 199,300 EUR/l die Schwelle zu teureren Regionen. Lettland mit 195,167 EUR/l und Litauen mit 204,329 EUR/l liegen dazwischen. Die Preisspanne im Baltikum ist erheblich: Auf der Route Tallinn–Warschau ist Estland mit 192,200 EUR/l um 12,129 EUR/l günstiger als Litauen.
Nord- und Westeuropa verlangen Aufschläge. Deutschland und Belgien liegen beide über 220 EUR/l Diesel. Die Niederlande erreichen mit 232,588 EUR/l den Höchstwert, knapp hinter Finnland mit 233,358 EUR/l und Dänemark mit 227,422 EUR/l. Frankreich liegt bei 220,855 EUR/l, Italien bei 212,346 EUR/l. Für Spediteure auf der Achse Deutschland–Benelux kostet jeder in den Niederlanden getankte Liter 9,388 EUR/l mehr als in Polen.
Beim Benzin steht Dänemark mit 252,438 EUR/l allein an der Spitze. Die Spanne zwischen Diesel und Benzin ist in Deutschland mit 223,600 EUR/l gering, was die Steuerstruktur widerspiegelt. Polen bleibt mit 152,466 EUR/l beim Benzin am günstigsten, Schweden mit 147,102 EUR/l. Die meisten mitteleuropäischen Märkte liegen zwischen 160 und 180 EUR/l Benzin.
Für Disponenten ist die Rechnung eindeutig. Eine 40-Tonnen-Dieselladung von Warschau nach Hamburg verbraucht etwa 120 Liter. Das Tanken in Polen kostet insgesamt 20,032 EUR; dieselbe Menge in Deutschland kostet 26,784 EUR – ein Unterschied von 6,752 EUR pro Tankfüllung. Bei zwei Tankstopps schmilzt diese Marge dahin. Umgekehrt sind Ladungen mit Ursprung in Deutschland oder den Benelux-Staaten günstiger zu betreiben, wenn vor der Überquerung nach Osten getankt wird.
Berücksichtigen Sie Ihr Routenprofil. Auf der Strecke Tallinn–Berlin lohnt sich das Tanken in Estland oder Lettland mehr, als bis Deutschland zu warten. Bei Fahrten von Warschau nach Amsterdam sollte vor dem Wechsel in teurere Zonen in Polen oder Tschechien aufgetankt werden. Beim baltikuminternen Verkehr gibt es keine Entlastung: Die Kraftstoffkosten sind zwischen Lettland, Litauen und Estland relativ einheitlich, sodass Effizienz und Ladungsoptimierung wichtiger sind als die Wahl des Tankorts.
Planen Sie Tankstopps anhand der aktuellen Preise dieser Woche. Vermeiden Sie das Auftanken in Dänemark, Finnland oder den Niederlanden, sofern es betrieblich nicht notwendig ist. Nutzen Sie die Kostenrechnungstools von Frachta, um Kraftstoffausgaben gegen Frachtraten abzuwägen, bevor Sie ein Angebot erstellen.